Resonanzen zum Reisepavillon 2010 >>>
26.4.2010
20. Reisepavillon punktet mit Top-Themen
Gewohnte Qualität im neuen Gewand: Vier Tage lang präsentierte der 20. Reisepavillon Aktuelles aus der Welt des nachhaltigen Reisens – im Jubiläumsjahr erstmals in Form eines Kongresses. Über 80 Referenten aus dem In- und Ausland waren vom 22. bis 25. April nach Berlin gekommen, um interessante Projekte vorzustellen und neue Wege zu diskutieren. Veranstalterin Anke Bieden-kapp zeigte sich zufrieden: „Mit dem neuen Format sind wir auf dem richtigen Weg. Themenaus-wahl und Dramaturgie kamen bei allen Beteiligten gut an.“ Für Walter Krombach, Geschäftsführer der Willi-Scharnow-Stiftung lautete das Resumée der Jubiläumsveranstaltung: „Wenn es den Reisepavillon noch nicht gegeben hätte, dann hätte er jetzt erfunden werden müssen."
Mit einer eindrucksvollen Bilanz der vergangenen 20 Jahre und einer spannenden Auftaktdiskus-sion startete der Reisepavillon im Bundespresseamt Berlin: Unter dem Titel „Tourismus auf dem (Klima-) Prüfstand“ diskutierten Dr. Kathrin Bürglen, Leiterin Marketingkooperation im Tourismus der Deutschen Bahn, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Ernst Burgbacher, der Europaabgeordnete Michael Cramer, Mitglied im Tourismus- und Verkehrsausschuss des EP, Prof. Dr. Stefan Gössling von der Universität Lund, Matthias von Randow, Direktor bei Air Berlin, und Dr. Peter Zimmer, Umweltreferent des Deutschen Reisebüroverbandes (DRV). Das größte Erstaunen erntete von Randow mit Auszügen aus einer Studie von oekom research, die Air Berlin eine hohe Effizienz seiner Luftflotte bescheinigt und mit der Bereitschaft, CO2-Kompensationen zu ermöglichen. Das Unternehmen wolle allerdings „nicht wahrgenommen werden als eines, das sich mit Nachhaltigkeits-Themen wichtig macht“.
Weniger überraschend und dennoch bemerkenswert war Bürglens Ankündigung, dass die Deutsche Bahn Mobilitätsangebote ausbaut, die ganz und gar CO2-frei sind.
Ebenfalls im Fokus des Reisepavillons standen die UNESCO-Welterbestätten. Bislang werde die Aufnahme in die Liste manchmal unterschätzt, so Stimmen aus den Diskussionsforen. Regionen wie das Wattenmeer könnten viel gewinnen, wenn die Auszeichnung vor Ort mehr als bisher als Wirtschaftsfaktor für eine nachhaltige touristische Entwicklung erkannt und für die Entwicklung und Vermarktung entsprechender Angebote genutzt werde. Geradezu dramatisch stelle sich die Situation für die antike Stadt Hasankeyf in der türkischen Provinz Batman dar – sie erfüllt neun von zehn möglichen Kriterien für die Ausweisung als UNESCO-Welterbe, soll aber einem Staudammbau zum Opfer fallen.
Wie gewohnt zeigte der Reisepavillon sein Gespür für Zukunftsthemen: Das auf den ersten Blick unspektakuläre Forum der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit „Fischen und Tourismus“ vermittelte ein tatsächlich hochaktuelles Thema. Prof. Robert Arlinghaus von der Humboldt-Universität Berlin erläuterte die – ungeahnt – große ökonomische Bedeutung der Frei-zeitfischerei und was sie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Gewässern beitragen kann. Wichtig ist die Artenvielfalt aber auch über der Wasseroberfläche, denn hier wie da ermöglicht eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt attraktive touristische Angebote in den Zielgebieten.
Auf einen prägnanten Nenner brachte Freizeitforscher Prof. Dr. Hansrudi Müller die aus den Diskussionen resultierenden Forderungen: „Die touristische Angebote müssen enkelfähig ge-macht werden“. Der Reisepavillon hat dafür seit Jahren einen essentiellen Beitrag geleistet –
die Entstehung des forums anders reisen, die touristischen Projekte des WWF oder die unge-zählten Kontakte zwischen Praxis und Theorie, traditionellen und nachhaltig orientierten
Anbietern sowie kleinen NGOs und großen Reisekonzernen sind Beleg dafür.
20. Reisepavillon vom 22. bis 25.04.2010 in Berlin
Neues Format wird sehr gut angenommen
Ein neues Kleid zum 20. Geburtstag: Das veränderte „Design“ des Reisepavillons, der internationalen Plattform für nachhaltigen Tourismus, erfreut sich großer Beliebtheit, berichtet Geschäftsführerin Anke Biedenkapp zwei Monate vor dem Start. „Die Nachfrage nach dem 20. Reisepavillon, den wir erstmals in Form eines Kongresses organisieren, nimmt stetig zu. Zahlreiche TouristikerInnen und MultiplikatorInnen aus dem In- und Ausland haben ihr Kommen angekündigt“. In Kooperation mit renommierten Partnern, langjährigen wie neuen, habe das Reisepavillon-Team für all jene ein viel versprechendes Programm entwickelt , die sich für verantwortlichen Tourismus interessieren und engagieren.
„Wir werden Netzwerke knüpfen und neue Ideen aushecken“, verspricht Biedenkapp. Ein thematischer Schwerpunkt sei die Bedeutung des Klimas für unser künftiges Urlaubsverhalten. Außerdem werde es um die Rolle der Welterbestätten im Tourismus gehen: „Sind sie vor allem Werbefaktor oder ein Motor für nachhaltige Entwicklung? Am Beispiel des Nationalparks Wattenmeer lässt sich beides anschaulich zeigen“, so Biedenkapp. Auch der Faktor Bildung und sein Einfluss auf die Art des Reisens würden diskutiert. Zahlreiche einschlägige Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), das forum anders reisen, die in Kanada ansässige Convention for Biological Diversity (CBD), der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), das europäische Expertennetzwerk ECOTRANS, das Internationale Wattenmeersekretariat u.v.a. hätten rund um den Reisepavillon eigene Veranstaltungen organisiert, um die Teilnahme am Reisepavillon unmittelbar in die eigene Arbeit einfließen zu lassen.
Mit dem neuen Format biete der Reisepavillon einen attraktiven Raum für die Vernetzung der verschiedenen ProtagonistInnen und gleichzeitig die bestmögliche Publizität, erläutert Anke Biedenkapp das neue Konzept: „Wir werden weiterhin gleichermaßen informativ wie innovativ sein und alle Beteiligten unterstützen, die Ergebnisse ihrer konzeptionellen Arbeit umzusetzen.“ Die Hinwendung zum Fachpublikum ist allerdings keine Abkehr von den VerbraucherInnen.
„Vielmehr hat der Reisepavillon wichtige Impulse dafür gegeben, dass UrlauberInnen heute auf fast allen Reisemessen entsprechende Angebote im „grünen Bereich“ finden“. Für die Anbieter nachhaltiger Reisen sei es im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden, sich in einem konventionellen Umfeld zu präsentieren und so Käuferschichten zu erreichen, die nicht per se zur Ökoszene gehörten. Vor diesem Hintergrund werde der Reisepavillon seiner Vorreiter- und Katalysator-Rolle nun in veränderter Form gerecht.
Der 20. Reisepavillon startet am 22.04.2010 im Bundespresseamt Berlin (Dorotheenstraße 84) mit prominenten Vertretern aus Politik, Reisebranche und Umweltverbänden, die zur Perspektive des nachhaltigen Tourismus Stellung beziehen. Bis zum 25.04. diskutieren dann im Harnack-Haus in Berlin-Dahlem (Ihnestraße 16-20) Fachleute und die interessierte Öffentlichkeit. Das Programm endet am Sonntag mit einer Exkursion zu Berliner Welterbestätten.
Programm und weitere Informationen unter
www.reisepavillon-online.de
Kontakt:
Stattreisen Hannover e.V.
Hausmannstr. 9-10
D-30159 Hannover
Tel. +49 (0) 511 / 169 41 67
Fax: +49 (0) 511 / 164 03 91
info@reisepavillon-online.de
(Press release) >>>
8. Oktober 2009
20 Jahre Reisepavillon - Jubiläumskongress: Auftakt im Bundespresseamt
Im 20. Jahr präsentiert sich der Reisepavillon in neuer Form: Das Team um Anke Biedenkapp lädt Fachleute des nachhaltigen Tourismus vom 22. bis zum 25. April 2010 zu einem Kongress in Berlin ein. „Damit schaffen wir etwas Neues : Wir bieten einen attraktiven Raum für die Vernetzung der verschiedenen ProtagonistInnen und gleichzeitig die bestmögliche Publizität. Wir werden weiterhin inhaltlich und organisatorisch gleichermaßen informativ wie innovativ sein und alle Beteiligten dabei unterstützen, die Ergebnisse ihrer konzeptionellen Arbeit umzusetzen“, erläutert Anke Biedenkapp das neue Konzept.
Verbraucherinnen und Verbraucher, die nachhaltige Formen des Reisens suchten, fänden heute auf allen Reisemessen entsprechende Angebote im „grünen Bereich“. „Der Reise-pavillon hat inzwischen viele Kinder: Ob ITB Berlin, CMT Stuttgart, f.re.e. München oder Ferienmesse Wien – jede einschlägige Messe versucht heute auch die Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglichen Reisen zu bedienen.“ Die Anbieter nachhaltigen Reisens seien der Öko-Nische der ersten Jahre längst entwachsen, für sie sei es im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden, sich in einem „konventionellen Umfeld“ zu präsentieren und so Käuferschichten zu erreichen, die nicht per se zur Ökoszene gehörten. „Mit dem Reise-pavillon haben wir ihnen quasi den Weg dorthin geebnet. Und traditionelle Reiseveranstalter profilieren sich inzwischen mit ernsthaften umweltfreundlichen Angeboten – auch dazu haben wir beigetragen.“
Vor diesem Hintergrund verabschiede sich der Reisepavillon nun davon, weiterhin den Rahmen für umwelt- und sozialverantwortlich orientierte Aussteller zu organisieren, und werde seiner Vorreiter- bzw. Katalysator-Rolle in veränderter Form gerecht, so Anke Biedenkapp. Die vielseitige Rückmeldung auf das Vorhaben sei außerordentlich erfreulich und ermutigend.
Für den Fachkongress sind folgende Komponenten geplant:
- Auftakt des Kongresses im Bundespresseamt am 22.4.2010 unter Einbindung von Tourismus- und Politik-Prominenz;
- Fortführung der Veranstaltung vom 23. bis 25.4.2010 im Harnack-Haus / Max-Planck-Gesellschaft in Berlin-Dahlem;
- Vertiefung touristischer Themen unter Bezugnahme auf aktuelle politische Prozesse und ökologische Herausforderungen (Klima, Welterbestätten & Bildung für nachhaltige Entwicklung);
- enge Kooperation mit bewährten und neuen Partnern, v.a. Bildungsträgern;
- Anwendung unterschiedlicher Klein- und Großgruppenformate;
- Gelegenheit zur Nutzung der angegliederten „Infobörse";
- Verbindung mit der Mitgliederversammlung des forum anders reisen;
- Integration von internationalen NRO-, Netzwerks- und Arbeitsgruppentreffen, die ebenfalls am Nachhaltigen Tourismus orientiert sind.
Hintergrund:
Gestartet war der Reisepavillon 1991 als kleine regionale Messe, die erstmals gezielt und konzentriert andere Formen des Reisens propagierte. Das Konzept kam gut an – bei traditionellen NutzerInnen wie auch bei jenen, die den Reisepavillon erstmals besuchten. Im Laufe der Jahre wuchs der Reisepavillon zur „Internationalen Messe für anderes Reisen“ mit bis zu 300 Ausstellern aus 50 Ländern; die Zahl der BesucherInnen pendelte sich zuletzt auf 25.000 pro Jahr ein. Angezogen fühlten diese sich vor allem von der Möglichkeit, direkt mit kompetenten Anbietern in Kontakt zu kommen, und von dem umfangreichen Begleitpro-gramm: Im Schnitt wurden 90 bis 120 Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und Workshops angeboten, die über nachhaltige Reiseangebote sowie über deren Begleiterscheinungen informierten und Gelegenheit zum Diskurs gaben.
Zahlreiche Prominente aus Politik und Gesellschaft haben den Reisepavillon im Laufe der Jahre gewürdigt und besucht, dazu gehörten u.a. Klaus Töpfer, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Jürgen Trittin, Sigmar Gabriel, Wolfgang Clement, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Christian Wulff, Reinhold Messner und der Generalsekretär der Welt Tourismus Organisation Francesco Frangialli.
Analog zur wachsenden Bedeutung des Reisepavillons wurde die Einbeziehung von erfahrenen Fachleuten und renommierten Institutionen immer bedeutsamer – insbesondere mit Blick auf die Qualitätssicherung, die Repräsentativität der auszuwählenden Ansätze und die angestrebte Breitenwirkung. Hier besonders wichtig ist die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit / GTZ, die das FORUM TOURISMUS INTERNATIONAL auf dem Reisepavillon verantwortet.
Nicht zuletzt fanden MedienvertreterInnen hier in konzentrierter Form einen guten Überblick über Nachhaltige Tourismusangebote, sammelten Stoff für Zielgebiets- oder Veranstalter-Reportagen und zum globalen Diskurs über die Zukunftsfähigkeit des Tourismus. Beispielhaft dafür steht die Resonanz, die das Schwerpunktthema 2009 „Nachhaltiger Tourismus am Grünen Band“, auslöste: Es erschienen zahllose Artikel über das Thema, das forum anders reisen initiierte daraufhin eine Radtour entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs, und die Zeitschrift busplaner international hat - auf dem Reisepavillon in München - einen Preis für nachhaltige Bustouren in jene Länder verliehen.
Für sein Engagement erhielt der Reisepavillon diverse Auszeichnungen:
- 1999 Niedersächsischer Umweltpreis
- 2000 The Award for Best Conservation Practice des Global Nature Fund
- 2000 Grüne Palme von GEOSaison
- 2004 Internationale Umwelturkunde des Deutschen ReiseVerbandes
- 2005 Ernennung des aus dem Reisepavillon hervorgegangene Projektes „Nachhaltige Klassenreisen“ zu einem offiziellen Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ / BNE
- 2007 Sonderpreis der Willy-Scharnow-Stiftung
Kontakt:
Anke Biedenkapp
Hausmannstr. 9-10
D-30159 Hannover
Tel: +49 511 169 41 67
Fax: +49 511 164 03 91
info@reisepavillon-online.de,
www.reisepavillon-online.de
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Pressemitteilung 8.Oktober 2009 |
81 K |
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Reisepavillon_PM_Februar_2010x.pdf Pressemitteilung Februar 2010 |
150 K |

